Wort-Spiel-Wiese

Schreibwerkstatt der Klasse 7a des MAG Osterburg

Ein Kooperationsprojekt von Schule und Bibliothek


Kaum ausgesprochen, schon verklungen – Sprache ist flüchtig. Es sei denn man bringt sie zu Papier, so wie in der Schülerschreibwerkstatt, die während der Osterburger Literaturtage 2020 im Markgraf-Albrecht-Gymnasium Osterburg stattfand. Hier beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a unter Leitung von Autorin Diana Kokot mit dem Thema „WORT-SPIEL-WIESE“. Dabei entstanden zahlreiche lesenswerte Texte, die aufhorchen lassen, nachdenklich machen oder uns zum Schmunzeln bringen. Eine Auswahl dieser Texte und Illustrationen der Siebtklässler wird hier auf Bibliotheks-Homepage präsentiert. Initiator der Schreibwerkstatt ist die Osterburger Stadt- und Kreisbibliothek. Der Landesverband Sachsen-Anhalt im Deutschen Bibliotheksverband e. V. stellt finazielle Mittel bereit.

Fünf-Wörter-Geschichten:


Die für die folgenden Geschichten verwendeten Wörter haben sich die jungen Autoren selbst ausgesucht, nachdem in der Übung „ermittelt“ wurde, welche anderen Begriffe noch im Wort FENSTER stecken, wie zum Beispiel Test, Ente, Rente, Ernst/ernst, Ernte, Fee, Senf, Rente, Tee usw.

In den Tiefen des Urwaldes befindet sich das Haus der Ente. Sie ist umgezogen. Im alten Dorftümpel gefiel es ihr einfach nicht mehr. Dort hatte sie bei der Wasserpolizei gearbeitet. Dann sollte sie doch tatsächlich in Rente gehen - aber im Ernst - so alt war die Ente noch gar nicht. Da hatte es ihr gereicht und sie ist in den Urwald gezogen. Außerdem kann man dort eh viel besser die Sterne beobachten .

Es war einmal eine Ente, die schwamm ganz gemütlich auf dem See. Sie war bereits in Rente und wollte zu ihrer Freundin, der Gans. Als sie dort ankam, hatte ihre Freundin schon ihren Lieblingstee gemacht. „Hm“, dachte die Ente, „Pfefferminztee, wie lecker!“. Am Abend musste die Ente nach Hause, verabschiedete sich von ihrer Freundin und schwamm nach Hause zu ihrem Nest.

Ich trinke meinen Tee und sehe aus dem Fenster. Auf einmal konnte ich nichts mehr sehen, da Senf am Fenster klebte. Dann ging ich raus an den See. Dort sah ich eine wunderschöne Fee. 

Lieblingswörter und Wörter, die ich nicht mag:


Welche Wörter die Schüler gut finden und welche sie gar nicht mögen, erzählen sie in den folgenden Texten.

5 Wörter, die ich mag: 
HERBST, weil dann alles bunt ist, 
FAMILIE, weil die immer für mich da sind,
VERREISEN, weil man dann weg fährt und neue Dinge sehen kann,
SHOPPEN, weil man sich dann neue Sachen kaufen kann,
GEBURTSTAG, weil man dann Geschenke bekommt und anderen Geschenke machen kann

1 Wort, das ich nicht mag:
HAUSAUFGABEN, weil man eigentlich was anderes machen wollte, aber dann muss man doch Hausaufgeben machen
 

Wörter, die ich mag:
Ich mag das Wort PFERD, weil Pferde tolle Tiere sind und ich sie sehr mag.
Ich mag das Wort FAMILIE, weil die Familie immer für einen da ist.

Wörter, die ich nicht mag:
Ich mag das Wort MOBBING nicht, weil man dadurch andere Menschen sehr verletzen kann.
Ich mag das Wort UMWELTVERSCHMUTZUNG nicht, weil es der Erde schadet und unsere Zukunft gefährdet.
 

PLATTDEUTSCH – dieses Wort finde ich sehr interessant, weil es für eine Sprache steht, die vom Aussterben bedroht ist.
Unsere Vorfahren haben platt gesprochen und ich tue es auch.
Was ich außerdem ganz toll finde, ist, dass ich 3facher Landesmeister im Vorlesen von Plattdeutsch-Texten bin.
Diese Sprache bedeutet mir viel, weil sie auch in meinem Heimatort Gladigau in unserem Dorftheater gesprochen wird. Weil unsere Familie dabei ist und ich auch schon von kleinauf, verbinde ich viel mit dem Wort PLATTDEUTSCH.

Mein Lieblingsspiel:


Hier schreiben die Schüler über ihre analogen Lieblingsspiele.

Mein Lieblingsspiel ist Schach, weil ich es oft mit meiner kleinen Cousine spiele. Die ist auch die einzige, die meistens gegen mich gewinnt und dadurch ist es immer wieder interessant gegen sie zu spielen.

Ich spiele am liebsten Karten mit meiner Familie bei meinen Großeltern. Wir spielen Weihnachten immer mit der ganzen Familie Rommé oder Knack. Alle freuen sich mehr aufs Spielen als auf die Geschenke. Das ist bei uns schon eine richtige Tradition geworden. Selbst mein Bruder spielt mit.

Ein Spiel, das ich sehr gern mag ist MONOPOLY, denn das habe ich früher mit meinen Geschwistern gespielt und darum verbinde ich damit viele schöne Erinnerungen.

Mein liebstes Spiel ist Fußball, da ich in den Ferien oder am Wochenende öfter mit meinen Geschwistern und Eltern auf dem Sportplatz Fußball spiele.
Ich gucke auch gern Fußball, aber der Verein ist jetzt abgekackt/abgestiegen.
Ein Spiel, was mich gar nicht interessiert, ist Volleyball.
 

Wiesen-Reime:


Was reimt sich auf Wiese? Lässt sich aus den Reimwörtern ein Gedicht verfassen?

Die märchenhafte Wiese
liegt gleich hinter der Biese.
Dort lebt ein Riese, 
der hat eine Krise
mit einer Fliese
und die heißt Liese.

Ich bin ein Riese
und lebe an der Biese, 
Leider hatt‘ ich gerad ne Krise, 
das war das Miese.
Doch mit meiner Power-Friese
kam ich raus aus dieser Krise.
Glücklich setzte ich mich unter die Markise
Und trank einen Kaffee mit Liese.

Ich kenne eine schöne Wiese, 
die liegt direkt an der Biese.
Dort weht immer eine sachte Brise, 
doch heute geh ich nicht auf diese
wegen der Corona-Krise.

Was mich in Corona-Zeiten bewegt:


Hier ist nachzulesen, wie es den Schülern mit Homeschooling, Maskenpflicht oder Gruppenarbeit geht.

Als Corona kam, war ich sehr überrascht. Ich fand das auch ziemlich blöd. Weil ich mein Hobby Karate über Monate nicht machen durfte. Deswegen konnte ich nur zu Hause üben.
Beim Homeschooling war der Anfang sehr schwer, weil man sich erst reinfinden musste. Mit der Zeit war es dann nicht mehr so schwer. Aber wenn wir ein neues Thema begannen, konnte uns der Lehrer oder die Lehrerin das nicht erklären.
Als die Schule dann wieder anfing, gab es Unterricht in Gruppen. In der ersten Woche war die erste Gruppe dran, in der Woche danach die zweite Gruppe. Das fand ich blöd, weil man nicht mehr mit seinen Freunden in einer Gruppe war.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Corona endlich vorbei wäre. Dann könnte ich wieder zum Karate und mich mit meinen Freunden treffen. Wir müssten dann auch keine Masken mehr tragen.

In der Corona-Zeit war es gut, weil ich zocken konnte. Aber dass ich kein Fußballtraining mehr hatte, fand ich blöd. Und nach ein paar Wochen war mir sehr langweilig. Sogar Zocken wurde langweilig. Ich fand, man war eingesperrt und draußen muss jeder immer Maske tragen. Das nervt echt! Ich gebe zu, nicht immer halte ich mich daran, zum Beispiel auf dem Pausenhof. Doof ist auch, dass ich mich nicht mehr mit meinen Freunden treffen kann.
Manchmal haben die Lehrer uns Aufgaben gegeben, die man nicht verstanden hat, weil die Fragen nicht gut formuliert waren.

Während der ersten Corona-Welle fand ich es schwierig, mich daran zu gewöhnen, fast überall Maske zu tragen. Außerdem fand ich Homeschooling doof, weil man ständig abgelenkt war. Wenn dann nämlich die Sonne schien, wollte man am liebsten raus gehen. Ich fand auch, dass es manchmal schwierig war, den Überblick über die Aufgaben zu behalten. 
Ich bin um acht aufgestanden und habe mich an den Schreibtisch gesetzt, um alle Aufgaben für die Schule zu erledigen. Dann war ich nämlich meistens gegen Mittag fertig und konnte rausgehen. 

Landesförderung Sachsen-Anhalt

 

Für den Kauf neuer Medien und die Durchführung von Projekten erhält die Stadtbibliothek Fördergelder vom Land Sachsen-Anhalt. Herzlichen Dank dafür!